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Montag, 17. Februar 2020

Wer billig bombt, bombt zweimal!

Bericht aus Dresden, 15. Februar 2020

Kein Tag im Jahreskalender der Stadt Dresden kann mit einer solchen historischen Vorbelastung auftrumpfen wie dieser: Der 13. Februar, Beginn der zweitägigen Bombardierung der Stadt im Jahre ’45. Oder wie ihn Rechtsausleger aller Länder liebevoll und wissenschaftlich akkurat bezeichnen: der BOMBENHOLOCAUST!

Zu einem solchen städtischen Großereignis lässt sich Die PARTEI Sachsen nicht zweimal bitten (ob überhaupt darum gebeten wurde, ist unwahrscheinlich). Kurzerhand wurden Fahnen bestielt, Banner gedruckt, Luftschutzsirenen an den Gehwagen montiert (für’s historische Feeling).

Wie üblich, zeigte die Dresdner Versammungsbehörde Durchsetztungsschwäche und musste letztlich doch wie von uns gewünscht „Bombenholocaustbewältigung“ als Veranstaltungstitel eintragen. Und welcher Platz in Dresden hat dieselbe am bitter nötigsten? Natürlich der Vorplatz der Frauenkirche, das sandsteinerne Opfer, für dessen Wiederabriss Die PARTEI Dresden seit vielen Jahren einsteht.

Nun war der Weg ins Getümmel freigemacht, an den Polizeifestspielen zu Dresden 2020 wurde fröhlich teilgenommen. Ob die reine Präsenz der PARTEI oder das eingängige Tönen der Luftschutzsirene die anwesenden Antifaschist*n derart schockierte, dass diese sich spontan zu Boden werfen mussten, ist nicht rekonstruierbar. Und das trotz Alkoholverbot (!) auf der Demonstration.

Da Die PARTEI mit dem Banner „Wer billig bombt, bombt zweimal“ die Genossinnen und Genossen aus dem antifaschistischen Block links überholt hatte, gab sich die Polizei in Dresden größte Mühe ihre schutzbefohlenen Nazis in Sachen Brutalität rechtsrum zu überholen. Ein unfeiner Zug durchaus, eine Reiterstaffel durch eine Sitzblockade zu führen! Aber ist der Ruf erst ruiniert… Das realisierte auch Die PARTEI und konnte den Tieren nur ein herzhaftes „Ab, ab, ab in die Lasagne!“ zurufen.

Die antifaschistischen Sitzenbleiber*innen hatten unterdessen den Nazis aus Versehen komplett die Demonstrationsroute blockiert. Das war natürlich nur angemessen: Nazis auf Trauermärschen die Stimmung verhageln. Die PARTEI sagt: Gern geschehen!

Wir sehen uns, noch betroffener als je zuvor, im nächsten Jahr!